Da die AlpenYetin derzeit eher den Faschingsveranstaltungen zugetan ist (es sei Ihr gegönnt), bin ich auch heute – wie schon bei den letzten Touren – alleine auf den Hund (oder genauer deren zwei) gekommen.
Von Selzthal starteten Nico, Sammy und ich in die Ennstaler Alpen. Auf Grund der noch immer vorherrschenden großen Lawinengefahr haben wir das fast bis zum Gipfel waldbedeckte Dürrenschöberl als Tourenziel auserkoren.
Die Route ist vom Ortszentrum aus gut beschildert und kann eigentlich nicht verfehlt werden. Alternativ kann man zwischen dem gehtechnisch einfachen, aber längeren Forstweg und dem etwas steileren und dafür etwas kürzeren Steig durch den Wald wählen.
Für den Aufstieg wählten wir erstere Variante, beim Abstieg entschieden wir uns großteils für die zweitgenannte Möglichkeit.
So wie am Vortag bei der Schneeschuh-Almwanderung zwischen Arzbergalm, Sulzkaralm und Aualm gab es auch heute wieder dichten Hochnebel, der sich langsam und allmählich durch die Kleidung fraß. Bei einer Höhe von etwa 1.200 bis 1.400 Meter wurde er besonders dicht und ich hatte die Hoffnung auf das vorhergesagte Schönwetter eigentlich schon aufgegeben, als unerwartet erste blaue Stellen vom Himmel schimmerten.
Im untersten Abschnitt – bis zur Beschilderung eines Liftes war die Forststraße gut geräumt. Dann folgte ein Abschnitt mit nicht allzu hoher Schneedecke. Der lockere Pulverschnee bereitete auch den Hunden keinerlei Probleme. Weiter oben nahm die Schneehöhe aber kontinuierlich zu, auf Grund der durchwegs vorhandenen Schneeschuh- und/oder Schispuren war das Vorwärtskommen aber kein Problem.
Mit Verlassen des Forstweges bei etwa 1.400 Meter Seehöhe wurde das Gelände im Wald etwas steiler, aber nie schwierig. Aus den verschiedenen Richtungen kamen uns jetzt Schitourengeher (Selzthal) und eine Schneeschuhwanderin (aus Rottenmann) nach oder entgegen (aus Richtung Frauenberg).
Der Ausblick über das weite Nebelmeer war sehr eindrucksvoll, das Licht war allerdings etwas diesig und die Fernsicht demnach nicht allzu deutlich ausgeprägt. Das konnte den Landschaftsgenuß in der angenehmen Sonne aber natürlich in keinster Weise trüben.
Da wir (oder zumindest ich) nicht schon gleich wieder in das benebelte Tal (angesichts der Faschingsveranstaltungen war dies wohl nicht nur auf das Wetter zutreffend) absteigen wollten, entschieden wir (oder ich), noch einen Ausflug hinüber zum Waldhügel des Spießkogel zu unternehmen.
Über weite, freie Wiesen und durch lichten Wald führt die Route unschwierig nach Osten – die eindrucksvollen, aus dem Nebel aufragenden Gesäuseberge vor Augen.
Nach kurzer Pause am Spießkogel treten wir wieder den Rückweg an. Zunächst am Anstiegsweg zurück zum Dürrenschöberl und durch den Wald zum Forstweg. In weiterer Folge suchen wir uns dann allerdings eine neue Route, das Spuren im tiefen Wald ist meist ziemlich anspruchsvoll. Das eine oder andere “Wumm-Geräusch” selbst im flacheren Gelände warnt eindringlich vor der Lawinengefahr.
Über den Hühnerkogel geht es weiter auf den Sonnenberg, den als “Gipfelzeichen” ein hoher Sendemast krönt.
Über die Route entlang des Waldsteiges steigen wir wieder hinab ins Tal.
Weitere Informationen zu dieser Tour:
Bereits am 21.01.2006 war ich mit Ingrid schon einmal im Zuge einer Schitour auf das Dürrenschöberl aufgestiegen.
Alle Tourenfotos demnächst im Tourenbuch.
Liebe Grüße – Dein / Ihr / Euer Christian
Tags: Ennstal, Ennstaler Alpen, Selzthal