Nach den großteils herrlichen Pulverschneetouren der letzten Woche habe ich heute noch einmal zu den Tourenschi gegriffen, obwohl die Wetterprognose mit deutlichen Plusgraden auch noch auf 2.000 Meter Seehöhe eher keine optimalen Schneeverhältnisse mehr versprach.

Auch der vorhergesagte Sturm in den Bergen trug dazu bei, dass ich am Morgen fast eine Stunde benötigte, ehe ich mich zum Aufstehen motivieren konnte.

Die heutige (05.02.2011) Schitour auf den Hochwart (2.301) in den Rottenmanner und Wölzer Tauern war im Grunde eine Wiederholung der Winterwanderung vom 10.02.2007, als ein großer Rudel Gröbminger ausrückte, um dem ansonsten eher einsamen Gipfel einen Besuch abzustatten.

Einen Namensvetter des Hochwart – in der Hochschwabgruppe gelegen – besuchte ich übrigens am 10.04.2009 im Rahmen einer Schneeschuhtour.

Das Tourengebiet      

Bundesland: Steiermark
Tourenregion: Nördliche Wölzer Tauern
Wandergemeinde: Donnersbachwald
Ausgangspunkt: Holzlagerplatz Meng-Brücke
Gebirgsgruppe: Rottenmanner und Wölzer Tauern
Das Tourengebiet südlich von Donnersbachwald

Das Tourengebiet südlich von Donnersbachwald

Der Routenverlauf über die Zettlerhütte auf den Hochwart

Der Routenverlauf über die Zettlerhütte auf den Hochwart

Landkartenausschnitte © BEV 2009, Vervielfältigt mit Genehmigung des BEV © Bundesamtes für Eich- und Vermessungswesen in Wien, T2009/52304

Die Tourbeschreibung

Bei -5°C startete ich im hintersten Winkel von Donnersbachwald beim Holzlagerplatz bei der „berühmten“ Meng-Brücke, bei der schon soviele meiner Winterwanderungen ihren Ausgang genommen haben.

Am nahen Schranken vorbei folge ich der Forststraße auf dünner Schneefahrbahn immer östlich vom Ebenbachgraben Richtung Süden. Dank der zahlreich vorhandenen älteren Spuren wäre ein Verirren nur schwerlich möglich, lediglich an 2 Stellen könnten abweichende Routen einen Blick in die Landkarte erfordern.

Einmal auf etwa 1.200 Meter Höhe, wo eine Spur zum Ebenbach hinabführt und diesen quert – vermutlich Richtung Hochrotwand. Die nächste Abzweigung folgt bereits bei der nächsten Kehre etwa 50 Höhenmeter weiter oben, wo zahlreiche Spuren der Forststraße weiter ostwärts folgen, um das Hahnalpl anzusteuern.

Für den Hochwart wählt man aber die Forststraße Richtung Süden. Die Schneehöhe nimmt jetzt stetig zu und einer angenehmen und einfachen Abfahrt sollte eigentlich nichts im Wege stehen. Da habe ich allerdings noch nicht mit der Tageserwärmung und der (abschnittsweise) Sonneneinstrahlung gerechnet, welche bei der Rückkehr einige Schiebe-Einlagen erfordern sollte.

Bei etwa 1.460 Meter Höhe komme ich bei einer kleinen Jagdhütte vorbei und wenig später verlasse ich die westwärts über den Ebenbach führende Forststraße und steige stattdessen im Wald Richtung Süden bergan.

Nach einer kurzen steileren Stufe gelange ich zur Zettlerhütte (1.636). Es folgt eine kleine freie, ebene Almfläche. Nach dieser führt der nächste etwas steilere Abschnitt zu einem großen flachen Boden.

Die Zettlerhütte bei der Abfahrt

Die Zettlerhütte bei der Abfahrt

In der Folge wechseln längere steilere Passagen mit kurzen Flachstücken. Immer weiter gelange ich in das herrliche Kar hinauf und bei einer Höhe von ca. 2.050 Meter beginnt der zunehmend steile Schlußanstieg am Gipfelhang. Angewehter Pulverschnee wechselt mit harten, vereisten Harschplatten. Zur einfacheren Bewältigung des Schlußstücks habe ich mir die Harscheisen angelegt.

Oberhalb von 2.100 Meter Höhe wird der Wind jetzt merkbar stärker, im Großen und Ganzen habe ich mich aber auf Schlimmeres gefasst gemacht.

Die letzten Meter auf den höchsten Punkt des Hochwart– dieses Mal über den Nordostgrat – erfordern noch einmal volle Konzentration, dann stehe ich beim „Gipfelstein“ in 2.301 Meter Höhe.

Am Gipfel des Hochwart

Am Gipfel des Hochwart

Großartige Panoramablicke – Dutzende, eher sogar Hunderte schneebedeckte Gipfel liegen um mich herum.

Tief unter mir im Kar erkenne ich 2 Schitourengeher mit einem Hund. Bei meiner Abfahrt nach 55 Minuten Gipfelrast haben auch sie es geschafft.

Das Abfahrtsvergnügen kann mit jenem der letzten beiden Schitouren auf das Scheibleck und das Gumpeneck bei weitem nicht mithalten, zu vielfältig und schwierig sind die Schneeverhältnisse heute.

Unterwegs im Kar

Unterwegs im Kar

Zwar gibt es immer wieder herrliche Pulverabschnitte, aber heimtückisch gesellt sich auch Bruchharsch dazwischen. Da sind mir die harten Passagen mit tragfähigem Harschdeckel schon wesentlich lieber, aber auch hier kann Bruchharsch lauern.

Den schönsten Schnee (Pulver) gibt es noch im Bereich der Zettlerhütte zwischen 1.500 und 1.800 Meter Seehöhe.

Weiter unten wird der Schnee patzig. Vor allem bei den sonnenbeschienenen Forststraßenabschnitten bleibt man fast kleben und stehen.

Weitere Winterwanderungen mit Ausgangspunkt bei der Meng-Brücke

Weitere Informationen zur Tour 

Tourenstatistik im Tourenbuch
Alle Tourenfotos im Tourenalbum 

Liebe Grüße – Dein / Ihr / Euer Christian

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