AlpenYetis Touren-Album - Bleikogel-Breitstein
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07.08.2009 - Wandertour

Wengerau - Hackelhütte - Tauernscharte - Tauernkogel - Bleikogel - Langwand - Gr. Breitstein - Schubbühel - Schartwand - Brietkogel - Wengerau

 

 

 



Im Mittelpunkt der folgenden Geschichte steht 1 Wanderer, der in einer Vollmondnacht auszog, um über den 2.höchsten Berg des Tennengebirges zu seinem 3. Gipfelkreuz der Tour zu wandern (4 weitere besuchte Gipfel waren ungeschmückt), um nach etwa 5 bis 6 Stunden Gehzeit exakt am 7.8.9 um 10:11:12 Uhr am Großen Breitstein anzukommen. Durch den frühen Start erhoffte ich mir natürlich schon, bei Sonnenaufgang irgendwo Denn beim Blick nach Osten zeigte sich über den Gipfeln der Himmel in ganz tollen Farben, die einen herrlichen Sonnenaufgang ankündigten. Und noch besser: In knapp 20 Minuten habe ich den Aufstieg von der Tauernscharte zum Gipfelkreuz auf dem Tauernkogel bewältigt und so konnte ich mich noch gute 10 Minuten auf den Sonnenaufgang vorbereiten.
Während ich mir alle Kleidungsreserven über die verschwitzten Muskeln zog, um das durch das kühle Lüfterl am Gipfel verursachte leichte Frösteln zu verringern, beobachtete ich fasziniert den Vollmond über dem Hochkönig. Unten im Tal - etwa im Bereich von Bischofshofen - lagen einige Nebelfetzen über der Salzach. Und dann - etwa um 05:48 Uhr war es soweit: Bergkette für Bergkette löste sich aus der Dunkelheit. Rechts der markant gezackte Gosaukamm. Und schließlich stand das Gipfelkreuz am Tauernkogel über dem taufrischen Berggras im Sonnenbade, während im Hintergrund der sich gemächlich zurückziehende Vollmond die herrliche Szenerie wohlwollend zu beobachten schien.
So, schön langsam wird es aber Zeit, mich wieder auf den Weg zu machen. Zuvor sehe ich mir den nördlich gelegenen Brietkogel noch gut an, denn ihn will ich heute als letzten meiner 7 Gipfel besuchen. Links dahinter Schartwand und Schubbühel, ebenfalls 2 Gipfelziele für den Nachmittag. Zunächst aber wird mich mein Weg durch die Mulde zwischen Scharwand (rechts - mein 6. und vorletzter Gipfel am Nachmittag) und Eiskogel (links in der Sonne) hindurch führen. Kurz vor meinem Abstieg kommt mit der Morgensonne ganz plötzlich Bewegung in eine große Schafherde am westlich gegenüber liegenden Grashügel. Dutzende Schafe setzen sich fast gleichzeitig in Bewegung, um von ihrem Nachtlager oben am Gipfel in die Mulden und Hänge zwischen Tauernkogel, Eiskogel und Schubbühel hinab zu wandern. Ein sehr schönes und eindrucksvolles Schauspiel. Hier der Beweis, dass nicht nur Wölfe den Mond anheulen. Oder sollte es sich hier um den berüchtigten Wolf im Schafspelz handeln.

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