AlpenYetis Touren-Album - Draugstein
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29.07.2009 - Wandertour

Halmoosalm - Draugsteinalm - Filzmoossattel - Draugstein - Filzmooshörndl - Stangersattel - Spielkogel - Hundeck - Schlöglalm - Halmoosalm

 

 

 



Auf halbem Weg wendet sich das mittlerweile wieder trockenere Steiglein in die entgegengesetzte Richtung und zieht zunächst westwärts, später Richtung Nordwesten über die Latschen- und Wiesenhänge südlich des Draugstein bergan. Wir genießen den Ausblick und versuchen die einzelnen Gipfel und Almen zu identifizieren. Bei ausgezeichneten Lichtverhältnissen kommen wir allerdings kaum voran, so viel Schönes und Sehenswertes gibt es hier zu beobachten. Wobei für den ausgesprochenen Blumenkenner und -liebhaber natürlich vor allem die diversen Alpenblumen von allergrößtem Interesse sind. Aber Hörbie vermag ja nicht nur sämtliche Berggewächse zu benennen, er kennt auch vielfach die in diversen Tälern gebräuchlichen regionalen Spezialbezeichnungen. Dem nicht genug, kann er auch einiges über die medizinischen Wirkungen der Pflanzen erzählen, allen voran natürlich die frühere Verwendung der von ihm so heißgeliebten Kohlröschen (Hinweis: Hier NICHT im Bild).
An den gelbleuchtenden Arnikawiesen vorbei, weiß er auch über Unterschiede zu Wuchsformen in anderen Gebieten zu berichten - und als Ranchbesitzer in südlicheren Gefielden kommt er ja viel herum. Am meisten verblüfft er mich aber, als er da oben im Schatten - im Filzmoossattel - eine Blume zu erkennen glaubt, wo ich trotz meiner vermeintlich guten Augen nur den Ansatz des Schattens von Irgendwas sehen kann. Ja mehr noch, er besteht auch darauf, dass es ein Enzian sein müsse. Was soll ich sagen. Oben im Filzmoossattel angekommen, bestätigt sich natürlich seine Aussage. Ich bin fasziniert und erinnere mich an eine ähnlich Begabung meines Ex-Arbeits- und nummehrigen Bergkameraden Martin, der bei unserer gemeinsamen Krügerzinkentour Pilze beim Aufstieg aus 500 Meter Entfernung im dichtesten Wald erspähen konnte und sich die diversen Platzerln bis zum Abstieg exakt gemerkt hat (Schöne Grüße, Martin, falls Du das liest ;-) Dafür tue ich mir wieder leicht, die einzelnen Gipfel um den Keeskogel zu benennen, da ich dieses Gebiet heuer bereits einmal mit Tourenschi (Keeskogel - Mandlkopf - Plattenkogel am 06.04.2009) und mit Schneeschuhen (Karlkopf - Spielkogel am 22.03.2009) besucht habe. Dadurch fiel es mir auch relativ leicht die Namen der diversen Almen zu nennen, die da von der Hirschgrubenalm über die Modereggalm reichten und in der Aschlreitalm gipfelten - ein Name der uns noch zu längerem Philosphieren reizen sollte (ähnlich wie der Jungfernsprung-Tunnel bei der Rückfahrt von Großarl nach Sankt Johann im Pongau).
Vom Filzmoossattel ist die Route auf den Draugstein per Wegweiser gekennzeichnet. Man folgt dem deutlichen Steig ostwärts, zunächst noch sehr moderat, so dass man auch ausgiebige Gelegenheit hat, den Ausblick zu genießen. Im Norden das Gelände um die Filzmoosalm, eingebettet zwischen Gr. Schneibstein und Gamsköpfl, in der Mitte getrennt durch die Erhebung des Harstein. Dieses Gelände habe ich mit Ingrid am 20.01.2008 bei unserer Schitour auf Filzmooshörndl, Nebeleck und Losbichl durchwandert. Im oberen, zunehmend steilen Abschnitt schwindelt sich das erdig-rutschige Steiglein - an den schwierigsten Stellen mit Unterstützung hilfreicher Kabelseile - über einige Felsstufen hinweg. Schließlich gelangt man zu einem kleinen Sattel, wo Hörbie an den sonnenbeschienenen Südhängen Mich fasziniert - mindestens ebenso sehr - der Ausblick Richtung Osten. Im Hintergrund der Faulkogel - das etwas höhere Mosermandl ist im Dunst nur mehr mit viel Phantasie erkennbar. Schließlich stehen wir oben beim

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